Freitag, 24.05.2019 – 16:45 Uhr – J223808 – Home of Dark Alliance

Das neue Static hat, 15 Minuten vor dem ersten Final Timer der Main Astrahus, die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Die gegnerische Flotte ist wieder abgedock. FAXe, Dreads, Carrier und eine gemischte Fleet aus Rattlesnakes und Cerbs (hat „Cerberus“ eine Mehrzahl?) richtet sich zum neuen Wurmloch aus.

Zu diesem Zeitpunkt haben wir es allerdings bereits auf halbe Masse geschrumpft und Stopbubbles in Richtung der Fortizar platziert. In einer dieser werden, wenige Sekunden später, die fünfzehn Capitals und die Subcapfleet hängen bleiben.

„Sie sind gewarpt, nice, landen genau in den Bubbles.“ – Seth leitet den spannendsten Teil der Eviction ein. „Anchor up, ladet Meson.“ – Der anschließende Fight ist bereits Geschichte:

https://br.inyour.space/?s=1001860&b=8624980&e=105&t=eve


Leider hatten wir zum Ende hin nicht mehr genug Interdictoren, um alle gegnerischen Caps getackelt zu halten und so konnten wir nur vier der FAX und einen Carrier zerstören. Am Ende sollte es aber der entscheidende Fight um J223808 sein. Neben den zerstören Schiffen, mussten unsere Gegner nämlich auch den Verlust einiger Pods hinnehmen, was bei Kämpfen im Wurmloch automatisch zu einem längeren Ausschluss aus dem Kampfgeschehen führt, da es nicht möglich ist, Bioclones auf Wurmlochzitadellen zu verlegen. Man nennt daher das Vorgehen, des gezielten Entfernen von Piloten aus dem Wurmloch auch „Rauspodden“. Diese Taktik kann grade bei längeren Belagerungen ein valides Mittel sein, um die gegnerische Fraktion zu schwächen.

Kurz nachdem die verbleibenden Schiffe der Verteidiger das Wurmlochgrid verlassen haben, beginnt auch schon die Salvagecrew ihre Arbeit. Währenddessen begibt sich die Flotte zum Astrahustimer auf das Fortizargrid.

Noch während der Beschuss der Astrahus in vollem Gange ist, beginnen sowohl die Planungen für den anstehenden Timer der Fortizar, als auch die Lieferungen von Schiffen an unsere Piloten. (Dieses Vorgehen ist, seit der Eviction von Rage durch Init, auch im Wurmloch zu einer gängigen Methode geworden, den Angreifer zu ärgern. Wie sich später herausstellen soll, führt dies aber auch dazu, dass es praktisch unmöglich ist, einen übersichtlichen Battlereport zu erstellen. 22 Seiten Shuttles auf zkill für einzelne Spieler, sind hier nur ein Beispiel.)

Der geballten Feuerkraft der Leshaks hatte die Astrahus am Ende nicht viel entgegen zu setzen, da halfen auch die vereinzelnten Angriffe durch Bomber nicht.

https://zkillboard.com/kill/76923770/

„Woh, das sind aber ne Menge Contis!“ – Uns war zwar bewusst, dass die Astrahus, neben der Fortizar, das Mainstaging für unsere Gegner war, mit solchen Mengen an Loot hatten wir dann aber doch nicht gerechnet.
„Wir haben noch knapp eineinhalb Stunde Zeit bis zum Forti Timer, dann haltet euch mal ran.“ – Seth war selbst zu dem Zeitpunkt bewusst, dass wir das, selbst ohne Gegenwehr, nicht in der Zeit schaffen würden. Zusätzlich gab es regelmäßige, gut koordinierte Angriffe der gegnerischen Bomber.
Ein „Oh Scheiße!“ und „Fuck!“ reichte jedes Mal aus, um genau zu wissen, dass grade wieder ein Hauler gestorben war.
Wir versuchten den Angriffen etwas Herr zu werden, indem wir Sabres auf Pings platzierten, die dann jedes Mal von einem Combat Scanner direkt auf die Bomber gewarpt wurden. Dies gelang auch ganz gut und nachdem wir knapp zehn Piloten aus ihren Bombern und anschließend ihrem Pod geschossen hatten, wurden die Angriffe eingestellt. Ob man die Piloten wohl noch für etwas anderes einsetzen wollte?!

„Hört auf zu Looten, geht gleich weiter!“ – „Die werden doch eh alles in die Caps packen und ausloggen..“, ein Fight um die Fortizar haben wir, nach dem klaren Sieg am Wurmloch nicht mehr erwartet.
Dennoch begaben sich alle zurück in ihre Kampfschiffe und auf ging es, zum letzten Akt des Tages.

„Wir warpen auf 30km ran. Keine Drohnen! Ladet Meson.“ – Wie auch schon an den Vortagen hatten wir nicht die Absicht, Drohnen oder gar Schiffe gegen die Point Defence zu verlieren. Einzig der Angriff der gegnerischen Fighter kam überraschend, da diese wohl das Kommando verpasst hatten und reihenweise in der Point Defence starben. Dies hatten wohl die Verteidiger ebenfalls bemerkt und zogen die verbleibenden Kampfverbände in die Zitadelle zurück.

„Niddi undocked, noch eine, und eine Nagl.“ – „Guckt mal bitte nach, was die für Waffen drauf haben.“ – „Die machen sicherlich gleich Save Logoff.“, weit gefehlt.
In einem letzten, verzweifelten aber dennoch nicht minder heroischen Versuch, die zentrale Struktur ihrer Gemeinschaft zu verteidigen, eröffneten die Capitals und einige der verbleibenden Subcapschiffe der Gegner das Feuer auf unsere Fleet.

„Die Nagl ist lockbar, bekomm ich einen Warpin hinter denen?“ – Wie passend, dass ich meinen Scanneralt noch in der Sabre sitzen hatte, vom Verteidigen der Hauler. „Mach ich. www kommt schonmal in Fleet, ich sag bescheid, wenn ich in Position bin. 200km, 190, 180, 170, 160..“ – an der Stelle wiederhole ich gerne, dass wir uns in einem Black Hole befinden und Schiffe somit deutlich träger, aber auch schneller sind. Eben dies hatte Seth unterschätzt und löste den Warp zu spät aus, sodass ich bereits unter 150km an die Flotte herangeflogen war und ein Anwarpen somit nicht mehr möglich war.
„Fuck, du bist schon zu nah dran. MJDt ran, ladet Occult!“ – Seth war wohl selbst überrascht und hatte Blut geleckt, nur, um sich selbst sofort wieder zu korrigieren: „Nein, MJDt nicht, AB is an, anchor up auf Seth, fuck!“ – einige der Leshaks hatten direkt dem MJD-Befehl folge geleistet und waren nun 100km von der Flotte entfernt, hinter den Capitals. „Burnt wieder zurück! Bringt tackle auf die Caps. Sagt an, wen ihr gescramt habt.“ – die Reps hielten und unter der gebündelten Feuerkraft der Leshaks schmolzen die Caps dahin.

An dieser Stelle möchte ich gerne die Gelegenheit nutzen und Dark – Alliance meinen Dank und Respekt dafür aussprechen, dass sie nicht, wie sonst durchaus üblich, einfach alle ihre Schiffe ausgeloggt haben. Es bestand zu keinem Zeitpunkt die Chance, dass sie viele Schiffe zerstören oder gar den ganzen Kampf für sich entscheiden würden.
Respektpunkte abgezogen gibt es wiederum für das Delivern von aberhunderten von Schiffen an uns. Wer mit Ehre und Respekt argumentiert, sollte sowas nicht nötig haben.

Nach dem Tod der Fortizar loggten die verbleibenden Gegner aus oder verließen das System. Die Schlacht um J223808 war beendet. In den nachfolgenden Tagen starben auch die verbleibenden Strukturen im System und hinterließen uns viel Arbeit zum Haulern und eine Menge Versicherungs-ISK.

Leider war es uns nicht möglich, aufgrund der hunderten, deliverten Shuttles, T1 Cruisern, etc. einen übersichtlichen Killreport für den Fight um die Fortizar zu erstellen. Daher an dieser Stelle nur der Kill der Fortizar selbst (Battlereport auf eigene Gefahr!):

https://zkillboard.com/kill/76927935/

Der Anfang vom Ende der letzten, verbleibenden Struktur in J223808 ..
.. festgehalten von Neyth Kashada.

Somit ist Ziel #1 auf unser Liste erfolgreich aus seinem Wurmloch geschossen worden.
Leider hat ein Großteil der Corps die Dark Alliance verlassen. Einige davon befinden sich jetzt im Nullsec bei Warped Intentions.

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