Morgen des 24.05.2019 – aktuelle Serverzeit 6 Uhr – OP-System J223808

„Homeoffice ist doch ein Segen!“, denke ich so bei mir und fahre die drei Clients hoch. 72 Stunden Hole Control zu halten, ist wohl der schwierigste Teil an so einer Wurmloch Eviction.

[An der Stelle noch ein kleiner Nachtrag:
Ich hatte ja darum gebeten, die eingepackte Scanfregatte nicht zu vergessen, die ich in der Occator mitgenommen hatte.
Tja, was soll ich sagen, wenn Corps ihr Rechtesystem auf das Zitadellensystem umstellen, hat man höchstwahrscheinlich weder das Recht, ein Schiff in einem Corporate Hangar Array zusammenzubauen, noch es innerhalb eines Ship Maintenance Arrays zu besteigen und auch nicht es dort heraus zu launchen. Natürlich darf man auch keine Module aus einem CHA oder dem Corphangar einer Occator entnehmen oder am SMA umfitten.
Wie dem auch sei, das Zusammenbauen hat mich am Ende bestimmt eine Stunde und zwei Jahre Lebenszeit gekostet. Ich musste zwei Mal zu unser Nestor fliegen, um dort zu refitten, weil, wie ich ebenfalls feststellen musste, so ein Fregattenfitting passt auch nicht ganz in eine Fregatte.]

So, nun aber zurück zum aktuellen Geschehen.

Die ersten Berichte kommen rein, dass unsere Verbündeten in der Nacht drei feindliche Scouts ausgerollt und ansonsten die Wurmlöcher verge gehalten haben.
(Wurmlöcher haben zwei wichtige Status, die dafür verantwortlich sind, ob das Wurmloch weiterhin offen bleibt oder aber zufällt. Der erste Faktur ist hierbei die Zeit seit dem Erscheinen und der zweite ist die hindurchgebrachte Masse.
Beide Faktoren sind je nach Wurmlochtyp unterschiedlich. Die Bezeichnung „verge“ steht für ein Wurmloch, dessen verbleibende Sprungmasse auf unter 10% reduziert wurde.)

Der einzige Timer des heutigen Tages ist der für unsere eigene Astrahus. Diese soll gegen Abend online gehen, und da wir wissen, dass unsere Gegner Capital Schiffe im Wurmloch haben, ist selbstverständlich auch dafür wieder eine Fleet angesetzt.

Der Tag selbst verläuft aber sehr ruhig, was mir tatsächlich sehr gelegen kommt, denn sonst wäre ich wohl nicht zum Arbeiten gekommen.
Die EoL (end of lifetime) Wurmlöcher werden von uns kurzfristig geschlossen und nach dem Ausscannen wieder in der Masse reduziert.

Unsere Gegner docken regelmäßig Schiffe ab und wieder an, mehr als Transportieren scheint es aber nicht zu sein, und außerdem verhalten sie sich schlau und lassen sich nicht von unseren Interdictoren erwischen.

Wir nutzen derweil die offenen Wurmlöcher, um weitere Piloten ins System zu bekommen, die aufgrund des kurzfristigen Abflugs am Vorabend nicht mehr rechtzeitig eingetroffen sind.

Als letzte Tätigkeit des Tages muss dann noch unsere eigene Astrahus Zitadelle verteidigt werden, bis sie endgültig online geht. (Hallo CCP, Forward Operation Bases wären wirklich gerne gesehen. o7)
Nachdem auch das ohne Zwischenfälle erledigt ist, ist es Zeit zu Docken und ins Bett zu gehen. Schließlich muss morgen wieder den ganzen Tag Hole Control gehalten und die Armor Timer geschossen werden.


Irgendein Tag Ende Mai diesen Jahres – aktuelle Serverzeit ~verschwommen~ – Heimatsystem OP-System J223808

Die Pritsche in der Zitadelle war auf jeden Fall gemütlicher, als die Übernachtung im Force Field gestern. Trotzdem freue ich mich schon darauf, bald wieder im Quartier in der Helix zu schlafen.
Lagerkoller macht sich breit, die Gemüter sind erhitzt und angespannt.

Die vereinzelten Pings, die ich im Laufe des Tages auf mein Handy bekomme, vermischen sich mit dem Geräusch des Rasenmähers, den ich nach unserem Umzug zum ersten Mal wieder im Garten ausführe. Oh, sorry, Gedankensprung ins Real Life. Ja, neben viel zu viel EVE muss man ja auch noch aufpassen, dass einem die Frau nicht den Strom abdreht. 16 Uhr bin ich wieder am PC und dann geht’s weiter, okay?

Heute sind die Armor Timer und wir hoffen auf Gegenwehr.
Zwischenzeitlich sind 20 Spieler an den Zitadellen gedockt aber nichts rührt sich.
Gegen 21:45 Uhr Deutscher Zeit fällt die letzte Struktur in den Struktur Timer. Wieder ist nichts passiert und wir verlieren langsam die Hoffnung, noch einen guten Kampf zu bekommen

Dann mal ab ins Bett, Frauchen hat morgen Geburtstag und die Final Timer stehen an. Das wird ein Härtetest für mein Zeitmanagement.

Blöde Sache nur, dass unsere Gegner sich für den Sonntagmorgen eine ganz besondere Überraschung haben einfallen lassen.
Als ich morgens gegen 8 Uhr auf’s Handy schaue, stelle ich fest, dass bereits seit knapp einer Stunde Pings unterwegs sind und Seth verzweifelt nach Numbers schreit.
Darunter auch der Screenshot seines Overviews, rot und voller Capitals.

Da haben Sie uns tatsächlich überrascht und im Zuge einer gut geplanten Aktion 20-30 weitere Piloten, zu ihrer Verteidigung, ins Wurmloch geholt.
Zuerst wurde mit einer Suicide Raven eines der Statics geschlossen und anschließend die gesamte Verteidigungsflotte an das neue Wurmloch gewarpt.
(Mal ehrlich, zu soeiner unchristlichen Zeit, am Sonntag(!) um 7 Uhr, rechnet doch auch niemand mit sowas, oder? Das war wirklich unfair.)

Unsere Reaktion kam deutlich zu langsam und in zu kleinen Zahlen, alsdass wir dies verhindern konnten. Nun sieht es also danach aus, alsob es heute endlich zum langersehnten Kampf kommen wird.

So schnell wie die Aktion begann, so schnell war sie auch wieder beendet. Nach ca. 30 Minuten sind die Gegner wieder gedockt und sollen dies auch bis kurz vorm ersten Final Timer bleiben.

Um 15:30 Uhr kommt schließlich der Ping: „55 Leute gedockt. Kommt ran!“
Na dann, auf in die Schlacht …


– wird fortgesetzt –

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